Leckermäulchen Charly!





Verstohlen blinzle ich aus meinem Körbchen. Jaaah, … das könnte was werden. Die Luft ist rein. Von Frauchen keine Spur. Ganz beiläufig strecke ich eine Pfote aus dem Bettchen. Und lasse meinen Kopf folgen. Vorsichtig blinzle ich um die Ecke. Da steht er. Der verwaiste Puddingbecher von meiner kleinen „Schwester“. Bei diesem Anblick läuft mir der Sabber in Bächen das Kinn hinunter. Wenn ich nicht aufpasse bade ich bald in einem See.
Aber ich kann nichts dagegen machen. Ich liebe Pudding über alles

Gaaanz langsam arbeite ich mich zentimerterweise vor bis zum Couchtisch. Von meinem Rudel ist weit und breit nichts zu hören und zu sehen. Gut so.
Zum Glück habe ich letzten Sonntag den Raupen in unserem Garten bei ihrem täglichen Spaziergang zugesehen.
Vorderpfoten lang machen, Po in die Höhe strecken und mit den Hinterpfoten aufschließen. Perfekt. Nur mehr ein Meter bis zu meinem Ziel.

Plötzlich taucht Frauchen im Türrahmen auf. Huch! Jetzt nur nichts anmerken lassen. Schnell mache ich mich an die Fellpflege und schlecke hingebungsvoll meine Pfoten.

„Charly was machst du da. Habe ich dich nicht in dein Körbchen geschickt?“

Manno, … der entgeht aber auch gar nichts. Die ganze Robberei umsonst. Also zurück zum Anfang. Zum Glück hat sie den verwaisten Puddingbecher nicht entdeckt.
Frauchen geht wieder in die Küche. Und ich beginne von vorne. Vorderpfoten lang machen, Po in die Höhe strecken und mit den Hinterpfoten aufschließen.

Bhoa, … das geht aber echt in die Beine. Schwer atmend komme ich am Couchtisch an. Jetzt ist es fast geschafft. Nase in die Höhe strecken und vorsichtig gucken, wo sich der Becher genau befindet.
Ha, direkt vor meiner Nase. Noch ein prüfender Blick zur Tür und ruckzuck auf die Hinterpfoten. Schnell schnappe ich mir den Becher und verziehe mich in mein Körbchen.

„Mhmmmm, lecker!!! Mit ein wenig Zungenakrobatik komme ich bis an die hintersten Puddingreste. Ich bin im Hundehimmel. Und überhöre leider total, dass mein Frauchen das Wohnzimmer betritt.

C-h-a-r-l-y, … nimm sofort die Zunge aus dem Becher!!!“

Muss die mich so erschrecken. Jetzt hätte ich fast den Becher verschluckt. Wo kommt die überhaupt so schnell her?
Frauchen steht mit knallrotem Kopf im Türrahmen und das bedeutet Ärger. Mächtigen Ärger. Schnell noch einmal tief mit der Zunge bis zum Becherboden eintauchen und schon krallt sich Frauchen den Becher.

Hä hä Frauchen, für dich ist nichts mehr übrig. Ich hab wirklich gute Arbeit geleistet. Der Becher ist blitzblank.

Da betritt die Jüngste das Zimmer und wird prompt von Frauchen zur Schnecke gemacht.

„Musst du immer alles liegenlassen. Räum den Puddingbecher das nächste Mal sofort weg!“

Auwei, … fast tut sie mir ein wenig leid. 

Habt ihr auch so Flausen im Kopf? Freue mich auf eure Kommentare.

Sonja und Charly




Wasserratte Charly!





Sobald es draußen wärmer wird, ist Charly in der Nähe von Wasser kaum mehr zu bändigen. Sobald er das leise plätschern von Wasser vernimmt wirft er sich ins Geschirr und zerrt mich im Eiltempo die Uferböschung hinunter.
Mein verzweifeltes Rufen am Ende der Leine wird dabei tunlichst überhört. Wieder einmal lande ich mit Karacho im Schlamm, der nach allen Seiten hochspritzt und verfluche ihn lauthals.

"Charly, ... verdammt noch mal, bleib endlich stehen!!!"

Meine kleine Fellnase tut so, als ob er mich nicht hört. Hmpf!
Kann er nicht ein wenig Rücksicht auf mich nehmen? Andere Hunde machen das doch auch. Nur Charly hat seinen eigenen Kopf. Jack-Russel-Terrrier sind dafür leider extra gezüchtet worden. Wenn er einen Fuchs in seinem Bau aufstöbert, rennt er auch nicht als erstes zum Jäger und lässt sich erklären, wie er ihn aus dem Bau rausprügeln soll. Nein, da wird mit vollem Körpereinsatz gearbeitet. Gebellt, getobt, geknurrt und immer wieder in das Hinterteil gezwickt. (Dem Fuchs!)

Wütend wische ich mir den Schlamm aus den Augen und stöhne laut auf. Wann hatte ich das letzte Mal intakte Knie? Ich blicke an mir hinunter. Unzählige Narben zieren meine Unterschenkeln und ich nehme mir fest vor, dass ab heute ein anderer Wind weht. So kann es definitiv nicht weitergehen.

Charly muss lernen geduldig am Ufer zu warten, bis ich eine geeignete Stelle gefunden habe, um unbeschadet zum Wasser zu gelangen. In meinem Kopf rattert es. In Gedanken gehe ich alle von mir penibel gelesenen Ratgeber durch. Und bemerke leider viel zu spät, dass mein kleiner Racker, der noch vor wenigen Minuten hechelnd in der Leine hing, urplötzlich den Rückwärtsgang einlegt und blitzschnell aus dem Geschirr schlüpft.



Och nee, ... nicht schon wieder!

"Charly komm sofort zu mir. Hierher!!!"


Der kleine Mistköter hat aber ganz andere Pläne. Voller Elang wirft er sich in die Fluten (na ja, kleines, ruhig dahinplätscherndes Bächlein trifft eher zu) und lässt sich auf dem Bauch dahintreiben. Und ich stehe mit heruntergeklappter Kinnlade am einsamen Ufer und an meiner rechten Hand baumelt die Leine mit dem verweisten Geschirr.




Tja, ... meine kleine Fellnase weiß einfach, wie man einen heißen Sommertag genießt. Und ich verbringe den Sonnentag damit, ihn wieder einzufangen.


Als erste Maßnahme haben wir mit dem Schleppleinentraining begonnen. 

Hast du auch so eine Wasserratte zu Hause? Freue mich auf eure Kommentare.

Sonja und Charly

Charly sucht Leckerli!







Juhuu, ... endlich gibt es wieder einmal eine Beschäftigung für mich. Es ist eh schon verdammt lange her, dass sich Frauchen etwas einfallen lassen hat. Seit dem Morgen langweile ich mich zu Tode. Wandere von einem Ende des Sofas zum Anderen. Seufze im Sekundentakt theatralisch und werfe immer wieder einen prüfenden Blick zu Frauchen, ob sie es ja nicht überhört. Stundenlang sitzt sie jetzt schon vor dem Kasten und hat mich total vergessen. Seufz.

Zur Mittagszeit endlich ein Lichtblick. Stöhnend erhebt sie sich vom Sessel und ich hebe erwartungsvoll den Kopf. Aber nein, Fehlalarm, ... kurz streckt sie ihre müden Knochen und lässt sich sofort wieder auf den Stuhl plumpsen.

Oh manno, ... sieht sie denn nicht, dass ich gleich Moos ansetzte?
Ich brumme. Überrascht blickt sie in meine Richtung.

"Ach Charly, dich habe ich ja ganz vergessen."

Na, das baut mich jetzt so richtig auf. Schnell kommt sie zu mir und krault mich ausgiebig hinterm Ohr.

Ahhh, ... tut das gut.

Sie verlässt das Zimmer und kommt mit einer bunten Schachtel unter dem Arm zurück. Und einer Tüte Leckerli. Jetzt bin ich hellwach. Neugierig nähere ich mich ihr und setzt mich neben sie. Größzügig füllt sie die Leckerli in die Schachtel und stellt sie vor meine Pfoten.

"Charly, such die Leckerli."







 Das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Mit Karacho stürze ich mich auf die Schachtel und vergrabe meine Nase tief darin. Mhmmm, ... lecker. Mit Hühnchen!

Nur dumm, dass ich in meinem Überschwang nicht bemerkt habe, dass die Öffnung ein wenig eng ist. Verzweifelt schüttle ich den Kopf, aber das Mistding will einfach nicht ab.

"Hilfe, Frauchen. Ich stecke fest!!!"









Zum Glück hat sie meine missliche Lage sofort bemerkt und zieht mir die Schachtel mit einem Ruck vom Kopf. Aus lauter Dankbarkeit schlabbere ich ihr mit meiner feuchten Zunge einmal quer übers Gesicht.

"Wähhh, ... Charly. Jetzt ist es aber gut!"

Mein Frauchen ist die Beste. Immer da, wenn man sie braucht.

Ist dein Frauchen auch so hilfbereit? Freue mich auf eure Kommentare.

Charly









Ich bin der Boss auf der Couch!





Charly hat mir den Krieg erklärt. Genaugenommen geht es um unsere Couch. Er ist nämlich der Meinung, dass er ein Anrecht auf sie hat, denn schließlich hinterlässt er die meisten Spuren auf ihr. Dazu zählen Essenreste, Haare, Schmutz, Sabber und Reste vom Kauknochen.
Nun ist Charly ein schlaues Kerlchen. Nach jedem Spaziergang und Schlammbad führt ihn sein erster Weg schnurstracks auf die Couch. Genüsslich wälzt er sich auf meinem Lieblingsplatz und wirft mir dabei provokante Blicke zu. 

Tja Frauchen, da guckst du. Daß du es gleich weißt, diiiiie gehört mir.

Voller Ekel scheuche ich ihn herunter und schicke ihn auf seine Decke. Das behagt meiner kleinen Fellnase aber gar nicht und er zieht alle Register. Da wird gewinselt, gejault und lautstark gebellt. Nun sollte man sich als guter Hundehalter auf so eine Provokation gar nicht erst einlassen. Das steht zumindest in unzähligen Ratgebern. Also überhöre ich seinen Protest gänzlich. Charly versucht verzweifelt mit mir Blickkontakt aufzunehmen.
Nee ... Freundchen, mit mir nicht. 
Schnell schnappe ich mir ein Buch und vertiefe mich darin. Erst Minuten später bemerke ich, dass ich es verkehrt herum halte. Charly bringt mich mit seinem gejaule noch um den Verstand. Immer lauter wird sein Protest. Seufzend erhebe ich mich und gehe zu ihm.

"Nein, jetzt ist Schluss mit dem Theater. Die Couch gehört mir."

Beleidigt präsentiert er mir sein Hinterteil. Och nee, jetzt habe ich ihn bestimmt in seiner Ehre gekränkt. Gerade will ich ihn auf meine Couch einladen, das fällt mir siedendheiß ein, dass ich jetzt unter keinen Umständen nachgeben darf. Ich muss ihm zeigen, wer hier in diesem Haus das sagen hat.

Ich bin der Chef!!!

Mit diesem Gedanken in meinem Tun gestärkt mache ich es mir wieder auf der Couch gemütlich. Geht doch. Endlich ist Ruhe eingekehrt


.
Verdächtige Ruhe. In mir schrillen alle Alarmglocken. Vorsichtig schiele ich unter meinem Buch hervor und muss mir ein Grinsen verkneifen.

Meine kleine Fellnase streckt gaaaanz langsam eine Pfote aus dem Körbchen und Sekunden später folgt die Schnauze. Sieht das süß aus. Zögerlich blickt er in meine Richtung und schiebt dann seinen Körper hinterher. Dieser Schlingel. Förmlich schreien mir seine Kulleraugen entgegen: 

Biiiiitte Frauchen. Ich bin auch gaaanz lieb!

 












Tja, ... wie soll ich da wiederstehen?  Und übrigens, so ein bisschen Hundesabber hat noch keinen umgebracht. Oder?

Hat dich dein Hund auch schon das eine oder andere Mal ausgetrickst? Freue mich auf eure Kommentare.

Sonja und Charly




Charly wird aufgepäppelt!




Meine kleine Fellnase ist wieder auf dem Weg der Besserung. Kaum hat er sich, das gerade eben auf den Teppich gekotzte Mittagessen wieder einverleibt, spaziert er schnurstracks in das Zimmer meiner Jüngsten und macht es sich auf ihren Sitzsack so richtig gemütlich.




Und da bleibt er auch die nächsten Stunden. Immer wieder einmal gehe ich zu ihm und sehe nach dem Rechten. Charly scheint es gut zu gehen. Heute ist aber auch sein Glückstag, denn normalerweise ist der Sitzsack für ihn absolut tabu. Meine Kleine ist da äußerst penibel. Heute hat sie aber Mitleid mit dem armen kleinen Racker, denn es ist schon schlimm genug, wenn er sich immer wieder einmal im hohem Bogen übergeben muss. Eins zu Null für ihn.

Als es Zeit wird für das Abendessen schicke ich meine Jüngste nach Charly. Denn normalerweise steht er schon beim Öffnen einer Dose sabbernd an der Schwelle. Heute nicht. Mit ihm auf dem Arm kommt sie Minuten später in die Küche geschlendert.

"Du weißt aber schon, dass Charly eigenen Füße hat."

"Ach Mama, ... natürlich weiß ich das. Aber Charly ist doch krank."

Wie auf Kommando lässt meine kleine Fellnase die Schlappohren sinken und blickt mich mit seinen Kulleraugen tieftraurig an. Oooch. der Arme. Seine Nase wackelt aber dabei verdächtig in Richtung Futternapf, den ich in der Hand halte. Spielt er uns etwa etwas vor? Neiiin, das glaube ich nicht.

Zärtlich streichle ich ihm über den Kopf und stelle seinen Futternapf auf den Boden.
Daraufhin befreit er sich zappelnd aus den Armen meiner Jüngsten, um sich einen Meter vor dem Futternapf plötzlich auf den Hintern plumpsen zu lassen. 

"Nanu, was hat er denn?" ruft meine Tochter.




"Ich glaube ihm ist doch noch schlecht, am Besten wir warten mit dem Füttern noch ein Weilchen."




"Nee Mama, ... das halte ich nicht aus." 


Und dann klappt mir das Kinn bis zum Boden. Meine Kleine hat sich doch tatsächlich eine Gabel geschnappt und füttert Charly damit geduldig bis zum letzten Happen. Ohh, wie süß ist das denn?


Tja, ... Geschwisterliebe geht eben durch den Magen!

Haben eure Hunde auch solche Marotten? Freue mich auf eine Antwort.

Sonja und Charly

Wenn ihr noch mehr Geschichten über Charly und andere Hunde lesen wollt, dann schaut doch einmal bei http://issnruede.de vorbei.

Charly kotzt sich die Seele aus dem Leib!






Charly geht es heute Morgen nicht so gut. Schlurfend und mit bis zum Boden hängenden Schlappohren folgt er mir in die Küche. Wie gewohnt fülle ich seinen Napf mit leckerem Fleisch und Gemüseflocken und fordere ihn auf zu fressen. Nichts.
Er rührt sich keinen Zentimeter. Schlapp liegt er in seinem Körbchen und döst vor sich hin. Na gut. Wird schon nicht so schlimm sein. Auch Hunde haben manchmal einfach keinen Appetit.
Beruhigt mache ich mich ans Aufräumen und gehe in Gedanken die Einkaufliste für die Tierhandlung durch. Plötzlich brüllt meine Jüngste, dass die Gläser im Schrank klirren:

"Mamaaaa, ... Charly kotzt!!!

Au weia. Das hat mir gerade noch gefehlt. Schnell laufe ich ins Wohnzimmer. Tatsächlich. Charly sitzt in gebückter Haltung mitten auf dem Teppich und ein zittern geht durch seinen Laib. Und im nächsten Moment übergibt er sich in einem Schwall.  Erschrocken hole ich tief Luft und bereue es sofort zutiefst. Denn ein echt übler Geruch wabert mir entgegen.

"Schnell, holt eine Rolle Küchenpapier und die Flasche Teppichreiniger," rufe ich meinen Mädchen zu.

In der Zwischenzeit nehme ich meine Fellnase zärtlich auf den Arm und trage ihn in die Küche.  Laminatboden ist definitiv besser zu reinigen. Dort lege ich ihn in sein Körbchen und streichle ihm tröstend über den Kopf. Jetzt verstehe ich auch, wieso er am Morgen nicht fressen wollte. Hat er gestern beim Spaziergang heimlich etwas Verdorbenes vom Boden gefressen?

Ich beordere meine beiden Töchter bei Charly zu bleiben und mache mich an die Reinigung des Teppichs. Darin bin ich mittlerweile Profi. Nicht wegen Charly, sondern wegen meiner drei Kinder. Großzügig sprühe ich den Fleck mit Teppichreiniger ein, als meine Töchter in den höchsten Tönen schreien:

"Wähhhh, ... igitt!!! Mama, komm schnell!"

Mit wehenden Haaren laufe ich in die Küche und bleibe verblüfft stehen. Charly hat sich tatsächlich wieder übergeben. Aber deswegen machen meine Töchter keinen solchen Aufstand. Nein.

Mein niedlicher kleiner Hund frisst seelenruhig, sein gerade eben herausgewürgtes Fressen, bis zum letzten Krümelchen wieder auf.

 Iiiigit!!!

Sonja und Charly

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Liebster Award!


Juhuuu, wir sind gleich zweimal nominiert worden. Die liebe Lila von Lilas Welt hat uns für den Liebster award nominiert, was uns riiiiiesig freut!!! Lilas Welt ist ein sehr schöner, unterhaltsamer Blog, schaut auf jeden Fall mal rein, es gibt viel zu lesen und zu stöbern. Und Muckel & Me ist auch ein ganz reizender Blog. Unbedingt vorbeischauen!!!
Danke noch einmal für eure Mühe, aber leider muss ich euch enttäuschen. Mein Blog besteht erst seit 2 Wochen und ich brauche noch ein wenig Zeit,  mich in diese Materie einzuarbeiten.

Selbstverständlich werde ich euren Blog weiterhin mit Spannung verfolgen. Und die von euch nominierten.

Liebste Grüße
Sonja und Charly
 


Charly lernt das Kommando "Bleib"!





Wie wir Hundebesitzer wissen, ist es außerordentlich wichtig, dem Hund Grundgehorsam beizubringen. Meiner Meinung nach sogar Lebenswichtig.
Darum machen sich meine Tochter und ich, mit Charly im Schlepptau, auf den Weg in den Garten. Natürlich darf dabei dieTüte mit Belohnungshappen nicht fehlen.
Im Garten angekommen lasse ich ihn in Höhe unseres Apfelbaumes "Sitz" machen. Prompt landet sein Hinterteil auf dem Rasen. Voller Stolz gebe ich ihm ein Stück Wurst. Tja, ... mein Hund lernt eben schnell. (2 Jahre hartes Training).

Heute üben wir das Kommando "Bleib". Dabei soll er solange liegen bleiben, bis ich es auflöse. Meine Jüngste wird mir dabei assistieren.
Ich gebe ihm das Handzeichen "Platz" und er lässt sich augenblicklich auf den Boden blumpsen. Respekt, ... das ging aber zügig. Schnell gebe ich ihm seine Belohnung. Dann sage ich laut:

" Bleiiiiiiiiiib" und halte ihm meine ausgestreckte Hand vor die Nase.

Langsam entferne ich mich einige Schritte und vergewissere mich mit einem Blick über meine Schulter, dass er auch wirklich liegen bleibt. Charly wartet brav auf seinem Platz. Na, ... geht doch. Das Training funktioniert außerordentlich gut. Ich habe aber auch ein äußerst cleveres Kerlchen. Beschwingt gehe ich bis ans Ende unseres Gartens und wende mich mit einem freudigen Lächeln zu Charly um. Komisch. Habe ich ihn nicht auf Höhe des Apfelbaums abgelegt?

Irritiert wende ich mich an meine Tochter. Der kullern vor Lachen die Tränen über die Wange. Was hat sie denn?

"Mama, jedesmal, wenn du dich umgedreht hast, ist er ein Stück in deine Richtung gerobbt."

Tja, ... das müssen wir doch noch ein wenig üben.


Sonja und Charly

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Charly soll Ruhe geben!



 



Charly ist verschwunden. Seit einer halben Stunde suche ich ihn verzweifelt im ganzen Haus. Aber kein Lebenszeichen. Ich raschle mit der Leckerlietüte, aber kein Charly kommt um die Ecke geflitzt, um sich seine Belohnung abzuholen. Komisch. Er wird doch nicht durch die Haustür entwischt sein?!
Ich bekomme Schnappatmung und mein Blutdruck schnellt in die Höhe. Vor meinem geistigen Auge sehe ich meinen kleinen Liebling mit hoch erhobenen Ringelschwanz das Weite suchen und wenn mich nicht alles täuscht, ruft er mir zu, dass er bis zum Abendessen wieder zurück ist. Ich blinzele.
Wo steckt er nur? Wütend mache ich mich auf den Weg zum Zimmer meiner Jüngsten (14 Jahre).

 "Hast du Charly gesehen!" Meine Kleine grinst mich frech an.


 "Ja, was nun? Weißt du wo er steckt?"

Sie deutet hinter meine Schulter und kann sich dabei das Lachen kaum verkneifen. Ungeduldig wende ich mich um und erblicke das Bücherregal, das als Raumtrenner dient. Und mir stockt der Atem.

"Ähhh, ...! Warum sitzt Charly im Bücherregal?"  Meine Jüngste zuckt mit den Schultern und meint gelassen:

"Der hat mich genervt."


Ich bin sprachlos und das kommt bei mir nur äußerst selten vor. Aber eigentlich ist die Idee gar nicht so schlecht. Wenn mich das nächste Mal eines meiner Mädchen nervt: 


Einfach zack auf`´s Regal und Ruhe ist.

Charly erlöse ich natürlich sofort aus seiner misslichen Lage und er bekommt als Trost ein paar Leckerlies.

Sonja und Charly

Schleppleinentraining!





Charly liebt die Freiheit. Kaum vernimmt er das Klicken des Karabiners macht er sich mit fliegenden Schlappohren aus dem Staub. Und ich laufe ihm schreiend hinterher. Was natürlich nichts bringt. Mir kommt vor, dass er es toll findet, wenn ich mit ihm fangen spiele. Das kann definitiv nicht so weiter gehen.

Eine Schleppleine muss her. 

Mein kleiner Racker ist von dieser Idee aber keineswegs begeistert. Mit großen Kulleraugen blickt er mich an, als ich ihm sein Geschirr anlege und die Schleppleine daran befestige.
Tja Charly, jetzt ist es vorbei mit der großen Freiheit. Beschwingt machen wir uns auf den Weg und ich achte penibel darauf, dass meine Fellnase genug Freiraum hat. Er soll schließlich lernen, dass er im Umkreis von ca. 3 Metern in meiner Nähe bleibt. Nur leider hat Charly da ganz andere Pläne. Mit Schwung prescht er nach vorne, um im nächsten Moment zur Seite auszubüchsen. Dann bleibt er abrupt stehen, dass meine linke Schulter beinahe aus der Pfanne springt. Aua!!!
Nach zehn Minuten findet Charly, dass es jetzt genug ist mit dem Training. Er lässt sich in die Wiese plumbsen und legt seinen Kopf auf die Pfoten und hält ein kleines Nickerchen.

"Nein Freundchen, ... so geht das nicht.  Komm hierher!"


Erst als ich seine Lieblingsleckerlies hervorzaubere bequemt er sich  zu mir. Das Training kann weitergehen. Wenn Charly nach vorne läuft, wechsle ich schnell die Richtung. Und lobe ihn überschwänglich, wenn er mir folgt. Blöd ist nur, dass mir von dem ganzen hin und her kotzübel wird. Eine kleine Pause muss her.
Charly ist ganz meiner Meinung. Genüsslich streckt er sich in einem nahegelegenen Bach aus und schlappert ein wenig Wasser. Ist ja auch echt anstrengend, so ein Training. Kurz überlege ich, mich zu ihm zu gesellen.

"Komm Charly, weiter gehts!" Er rührt sich keinen Meter.


"Nööö, ... ich will nicht!!!" Soll sein Blick wohl bedeuten.

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Schleppleine gemacht? Freue mich auf eure Kommentare.

Wenn ihr noch weitere Geschichten von Charly lesen wollt, schaut doch einmal bei http://issnruede.de/hat-charly-floehe/ vorbei.

Sonja und Charly


Charly entspannt im Park!



Die Sonne lacht vom Himmel und die Außentemperatur beträgt angenehme 25 Grad.
Dieses Wetter nutzen Charly und ich zu einem Spaziergang im Park. Charly liebt es im Park herumzustöbern. Neugierig beobachtet er die Kinder beim Schaukeln und Rutschen und würde am liebsten zu ihnen sausen und mitspielen. Leider ist im Park Leinenpflicht und ich halte mich als verantwortungsbewusste Hundebesitzerin strikt daran. Das sehen nicht alle so.
Müde vom herumlaufen lassen sich mein kleiner Racker und ich auf einer Bank nieder und strecken die Füße und die Pfoten mit einem wohligen Seufzer von uns. Gemeinsam dösen wir vor uns hin, als ich plötzlich einen Mann mit seinem Hund auf uns zukommen sehe.
Och nee, muss das jetzt sein?! Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass Charly manchmal mit Hunden ein Problem hat. Nur kann ich nie im voraus sagen, bei welchem Hund. Alarmiert setzte ich mich kerzengerade hin und nehme die Leine fest in die Hand. Im letzten Moment fällt mir ein, dass das keine gute Idee ist, denn dadurch mache ich Charly erst recht auf den Hund aufmerksam. So ein Mist! Sofort lasse ich meinen Arm locker herunterbaumeln.
Aber da ist es schon zu spät. Charly hat den Hund entdeckt. Sein Nackenfell richtet sich auf und sein Körper wird stocksteif. Oh oh, ... das ist gar nicht gut. Mein Adrenalinpegel schießt in die Höhe und ich verfalle ihn Panik. Der Mann mit dem Hund ist nur mehr wenige Schritte von uns entfernt. Schnell flüchte ich mit Charly hinter die Parkbank und bemerke aus den Augenwinkeln, dass der andere Hund nicht angeleint ist. Das gibt Ärger!
Als sie bei uns ankommen bricht die Hölle los. Bellen, jaulen, knurren, zerkratzte Schienbeine (meine) und ich mitten drin in diesem Supergau. Zu meiner Beschämung muss ich sagen, dass der andere Hund die Ruhe selbst ist. Kein Laut kommt über seine Lippen. Vor der Bank bleibt der Mann stehen und meint mit einem spöttischen Grinsen im Gesicht:

"Meeeeiner ist gaaaaanz brav."

Und geht gelassen weiter. Und ich würde ihn am liebsten ungespitzt in den Boden rammen. Nur mit Mühe kann ich mich zurückhalten.

Sonja und Charly

Wenn ihr noch mehr Geschichten von Charly lesen wollt, schaut doch einmal bei  http://issnruede.de/hat-charly-floehe/vorbei.

Charly trägt es mit Fassung!



Kennt ihr auch solche Tage, an denen die Haare einem zu Berge stehen und nichts hilft, absolut nichts.
Nun wohnen in meinem Haushalt zwei Mädels im Teenageralter und ich kann mir mindestens einmal am Tag anhören, dass die Frisur eine absolute Katastrophe ist. 
Da lobe ich mir die Jungs. Am Morgen schnell aus dem Bett springen, dann den Kopf kurz unter die Wasserleitung halten und fertig ist die Haarpracht.

Charly ist da ganz anders. Meinem Hund ist es schnuppe, wie seine Haare liegen. Beim Gassiegehen springt er in jede noch so kleine Pfütze, dass es nach allen Seiten spritzt. Ohne Rücksicht auf mich.
Heute Morgen beim Frühstück lagen sich meine Mädchen wieder einmal lautstark in den Haaren. Nein, diesmal ging es nicht um die Frisur, sondern darum, wer nachher mit Charly spazieren gehen soll. Diese Diskussion kann länger dauern. Leise stehle ich mich aus der Küche und gehe ins Bad. Endlich Ruhe.

Nach einer halben Stunde komme ich wieder an der Küche vorbei und werfe einen vorsichtigen Blick hinein. Und mir stockt der Atem. Charly liegt in seinem Körbchen und wirft mir einen flehenden Blick zu. Vorsichtig nähere ich mich ihm und fange schallend zu lachen an. Laut rufe ich nach meinen Mädchen.
"Was habt ihr denn mit Charly gemacht? Warum hat er ein Kopftuch auf.?" Meine Jüngste verdreht die Augen.

"Na, kannst du dir das nicht denken?" Kopfschütteln meinerseits.
"Charlys Haare stehen am Kopf in alle Richtungen ab. So kann er doch nicht auf die Straße gehen."
"Ähhhhhm...!!! Du weißt aber schon, dass er ein Hund ist?"

Sonja und Charly

Frauchen liest Hunderatgeber!

Hört das denn nie auf?! Seit Tagen quält mich mein Frauchen. Ja, ... du hast richtig gelesen. Kaum strecke ich am Morgen ein Pfötchen aus meinem Bett, geht es auch schon los. Noch vor dem Frühstück. Gerade will ich meine müden Knochen strecken, da ruft sie im Kommandoton:

"Charly, ... hier!"

Daraufhin soll ich auf schnellstem Wege zu ihr kommen. Das hat sie zumindest in einem Hunderatgeber gelesen. Denn mein Frauchen liest gerne. Leider.
Langsam biege ich um die Ecke und setzte mich brav vor ihr hin. Vor Entzückung, dass ich so schnell gekommen bin, steckt sie mir ein Stück Wurst ins Maul. Mhmmmmm!

Eigentlich gar nicht so übel. Zu meinem Leidwesen übertreibt es mein Frauchen aber mit dem Training. Kaum liege ich gemütlich im Körbchen, brüllt einer von der Familie meinen Namen.
Hallo, ... wissen die nicht, dass Hunde mindestens 20 Stunden am Tag schlafen?
Wenn das so weiter geht, bekomme ich noch Schlafstörungen. Für was genau soll das "Hier" überhaupt gut sein? Ich komme doch von alleine angeflitzt, wenn ich die Kühlschranktür oder die Leckerchenlade aufgehen höre. Komisch.

"Charly, ... hier!"

Nein, ... ich kann nicht mehr. Mein Bauch ist rappelvoll. Sieht denn hier in der Familie keiner, dass ich jeden Tag ein wenig dicker werde?
Mit bis zum Boden durchhängender Wampe rolle ich mich zu meinem Frauchen. Diese quietscht vor Freude. Ich schüttle nur den Kopf. Und presse fest meine Lippen aufeinander.
"Was, du willst kein Leckerlie?" Auffordernd hält sie mir die Wurst unter die Nase. Angeekelt wende ich den Kopf ab. Gleich kotze ich ihr vor die Füße.

Leise höre ich die Haustür ins Schloss fallen. Hurra, meine Familie ist aus dem Haus. Mit einem beherzten Sprung mache ich es mir auf dem Sofa gemütlich. Herrlich, diese Ruhe. Hoffentlich bleiben sie lange weg.

Charly

Charly wird entwurmt!







Nicht schon wieder! Ich liege entspannt auf dem Sofa und höre in der Küche verdächtiges Rascheln. Frauchen und ihr Welpe (Kind) tuscheln geheimnisvoll miteinander. Jetzt muss ich höllisch aufpassen. Wenn mich nicht alles täuscht, ist heute Entwurmungstag. Ich rolle mich zu einer festen Kugel zusammen und halte gespannt den Atem an. Frauchen ruft nach mir. Na gut, die Show kann beginnen. Gemächlich trotte ich in die Küche und mache artig "Sitz". Frauchen bricht in Begeisterungsrufe aus. Hallo, ... ich hab doch nur "Sitz" gemacht. Das ist doch mittlerweile Pipifatz für mich. Ich bin zwei Jahre alt. Aber gut, spiele ich das Spiel eben mit.

"Charly, hier friss diese Tablette. Die ist gut für dich. Komm, sei ein braver Junge."
Artig mache ich das Maul auf und nehme die Tablette entgegen. Mmhhhh ... lecker! Die schmeckt wirklich gut. Nur darf ich das mein Frauchen nicht wissen lassen, denn jetzt wird`s wiklich lustig. Ich schiebe die Kautablette ein wenig im Mund herum und spucke sie Sekunden später im hohen Bogen durch die Küche. Perfekt. Frauchen sieht mich verblüfft an.
"Nein, so geht das nicht. Du musst sie hinunterschlucken."
Als ob ich das nicht wüsste. Heute ist sie aber wirklich schwer von Begriff. Ihre Jüngste rafft es schneller.
"Mama, stecken wir die Tablette doch in ein Stück Wurst."

Jaaaaa, ... endlich. Ich setzt mich in Position und öffne ohne Kommando das Maul. Prompt landet ein Stück Fleischwurst darin. Mmhhhh! Aber halt, ich darf die Tablette auf keinen Fall hinunterschlucken. Gekonnt schiebe ich sie im Mund nach vorne und spucke sie vor Frauchens Füße.Ihr Gesicht läuft dunkelrot an. Sieht das niedlich aus. Ich liebe es, wenn sie sich so aufregt. Na, wo bleibt der Nachschub?

"Schnell Mama, steckt die Tablette in ein neues Stück Wurtst. Er hat sie eben fast geschluckt."
Ach woher, das war erst der Anfang. Immer schneller schiebt Frauchen einen Wurstbrocken in mein Maul. Ich hab sie wirlich gut trainiert. Dafür muss ich mich jetzt einmal selbst loben. Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie Frauchen das letzte Stück Wurst in die Hand nimmt. Schade. Gerade wo es so gut läuft.

Artig schlucke ich den Wurstbrocken mit der aufgeweichten Tablette hinunter. Und meine Dienerin bricht augenblicklich in Begeisterungsrufe aus. Na, wenn sie so eine Freude dabei hat, können wir gerne in drei Monaten das Prozedere wiederholen.

Charly