Durch mangelnde Entspannung kann der Hund ernsthaft krank werden





Der Alltag hat uns meistens fest im Griff. Schnell die Kinder versorgen, schnell noch einkaufen, schnell noch mit dem Hund raus usw. Und dieses Gehetzte drängen wir auch unseren Hunden auf. Schon der kleine Welpe wird dazu angehalten, schnell sein Geschäft zu verrichten, schnell die Futterschüssel zu leeren und den Spaziergang zügig hinter sich zu bringen. Die wenigsten Hund sind vom Charakter her unruhig und stressig. Meistens wird ihnen dieses Verhalten von uns antrainiert. Ein fataler Teufelskreis.



Schnell wir dabei ein kleiner Zappelphillip herangezogen


Dem gilt es entgegen zu wirken. Wir achteten bei Charly von Anfang an darauf, dass er regelmäßige Ruhepausen einlegt. Denn es passiert viel zu schnell, dass der Hund keine Ruhe mehr findet, ständig unter Strom steht und sich nicht mehr konzentrieren kann. Durch die mangelnde Entspannung kann die Flauschkugel ernsthaft krank werden. Genau wie wir Menschen. Und bei Charly kommt erschwerend hinzu, dass er ein halber Jack-Russel ist. Die sind für ihre flippige Art bekannt. Böse Zungen behaupten, dass sie durchgeknallt sind. *nieundnimmer*






Ganz wichtig: Charly soll Blickkontakt mit mir aufnehmen


Beim Kommando *Sitz*, beim Anlegen des Halsbandes, beim Einsteigen ins Auto und beim Verlassen des Hauses. Ich stelle mich ruhig vor ihm hin und warte, bis er Blickkontakt mit mir aufnimmt. Erst dann geht es weiter. Das Ziel dabei ist, egal wie aufgeregt Charly ist, ihn zu lehren, dass er nur durch ruhige Konzentration zum Erfolg kommt. Dabei darf der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen. Charly darf auf der Wiese flitzen und rennen. Dem Ball mit wehenden Schlappohren hinterherjagen, aber erst, wenn ich ihn freigebe. 





Wer Pausen macht, hat mehr vom Leben 

 

Nach dem Spaziergang haben wir fest eingeführt, dass sich unsere Fellnase in sein Körbchen legt. Er soll so lernen einfach zur Ruhe zu kommen, die Eindrücke beim Spaziergang zu verarbeiten, abzuschalten und nicht ständig hinter uns herzulaufen. Daselbe gilt beim Cafébesuch oder beim gemütlichen Zusammensitzen bei Freunden. Da nehme ich Charly´s Kuscheldecke mit und richte ihm einen gemütlichen Platz ein.




 

Nasenarbeit erwünscht

 

Damit Charly auch geistig gefordert wird, veranstalten wir im Haus oder im Garten Suchspiele. Aber auch da gilt, erst Blickkontakt aufnehmen und auf das Kommando *Such* warten. Und Ruhe bewahren. Hier lernt Charly sich komplett auf die Sache zu konzentrieren, denn wenn er sich nicht vollkommen konzentriert, wird er das Wurststück nicht finden. Ganz einfach. In diesem Moment kann die Nachbarskatze am Zaun vorbeispazieren, Charly merkt es nicht einmal.



Wie sieht es bei euch aus? Müsst ihr euren Hund auch regelmäßig herunterholen?


Liebe Grüße
Sonja & Charly



Kommentare:

  1. Liebe Sonja,

    ich finde Entspannung auch ebenso wichtig wie Spannung. Glücklicherweise ist unser Alltag so schon recht ruhig strukturiert, dass meine Hunde regelmäßig Schlaf- und Dösephasen mit Action abwechseln. Luna ist ja ein Australian Shepherd und neigt daher auch dazu konstant 120 % zu geben, wenn ich es von ihr fordern würde.
    Aber auch ich brauche ruhige Phasen am Tag. Wenn das mal nicht der Fall ist, bin ich abends mindestens genauso durchgeknallt, wie ein Jack Russell. :-)
    Herzliche Grüße
    Stephie mit Enki und Luna

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  2. Oh ja, Genki und Momo müssen ständig heruntergeholt werden. Am meisten Probleme bereitet mir dass nicht ständig in der Wohnung hinterherdappen. Ich denke oft, dass das doch nicht nur für mich auf Dauer nervig ist, sondern auch für die beiden ansrengend, weil sie eben nicht so richtig entspannen. Das klappt bei uns an manchen Tagen besser als an anderen. Nur Abends, da klappt es ganz gut. Ich glaube sie wissen, dass bei uns Abends einfach nichts spannendes mehr passiert und dann können die beiden auch Mal entspannt auf dem Sofa liegen bleiben, selbst wenn man Mal aufsteht. Tagsüber klappt es auch besser als am Anfang, allerdings muss ich dabei leider noch auf Zehenspitzen herumschleichen. Wenn ich irgendwo anfange in der Küche zu rascheln, stehen die beiden sofort wieder vor mir.

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  3. Oh jaaaa. Shiva ist auch so ein Duracell-Hund, der feste Ruhepausen verordnet bekommt. Klappt aber soweit ganz gut, dass sie nach dem Gassi komplett entspannt auf dem Kissen liegt und pennt. Auch im Garten kann sie sich mal verausgaben und liegt hinterher im Gras und döst. Aber es war ein harter Kampf sie immer zurück zu schicken.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

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  4. Bei uns ist Entspannung schon immer ein Teil der Erziehung - allerdings mussten wir nicht bei allen unseren Hunden trainieren. Lady und Laika waren in sich ruhende Hunde - denen war das Wort "schnell" überhaupt nicht bekannt :)
    Dingo und Damon haben Ruhe sehr schnell gelernt und auch gemütliche Couchmomente zu schätzen gewusst :) Cara hat sich dsmit am schwersten getan - sie ist jung, neugierig und möchte nichts verpassen. Aber auch sie hat gelernt, sie muss mich nicht immer zur Tür begleiten und auch dort nicht immer sofort abholen!
    Ein schöner Beitrag - wir senden liebe Grüße,

    Isabella mit Damon und Cara

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  5. Ich finde, die Mischung macht es. Ich habe von Anfang an drauf geachtet dass das Haus bzw. die Wohnung kein Spielplatz sondern Ruheplatz ist. Hier wird mehr geschnarcht als sonst etwas. Manchmal werden Tricks einstudiert oder ähnliches aber sonst ist hier tote Hose. Auf Spaziergängen dagegen ist in einem gewissen Rahmen wilde Sau angesagt :D

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi

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  6. Nein, runterholen muss ich hier niemanden. Wir kommen rein und alle verschwinden in ihre Betten. Aber da wir ja viele Gasthunde haben, merke ich eben das bei vielen ständig Action ist. Denn wenn ich das hinterfrage beim Besitzer um rauszufinden ob es die Aufregung der neuen Umgebung ist, stellt sich raus das sie sich dort genauso verhalten. Es kommen ja auch Hunde, obwohl die Halter von Zuhause arbeiten. Und das nicht weil sie keine Zeit hätten zwischendurch mal eine große Runde zu gehen, sondern weil die Hunde permanent nerven. Bei Blaze achten wir also wie bei JOy darauf das er Ruhe und langeweile kennt und sich überall wo wir sind entspannen kann. Also ähnlich wie bei euch
    lg Becki

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  7. Liebe Sonja,
    ja, Suchspiele mache ich auch oft mit unseren Hunden. Unsere Quenny ist jetzt 13 Jahre voll und noch total fit. Hoffe, es bleibt noch eine Weile so.
    Liebe Grüße,
    Christine

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  8. Für meine Lady ist es wichtig das sie sich austoben kann, danach legt sie sich hin und macht Pause. Aber ja, oft ertappt man sich wie man seinen Vierbeiner stresst, weil man selbst unter Strom steht. Da sollten wir uns an der Nase nehmen. Lg Claudia

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  9. Für meine Lady ist es wichtig das sie sich austoben kann, danach legt sie sich hin und macht Pause. Aber ja, oft ertappt man sich wie man seinen Vierbeiner stresst, weil man selbst unter Strom steht. Da sollten wir uns an der Nase nehmen. Lg Claudia

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  10. Ich bin auch froh, dass Socke so herrlich entspannen kann. ja, hier ist es sogar umgekehrt, Socke holt mich runter. Sie ist mein Ruhepol.

    Aber natürlich finde ich es ganz wichtig, dass Hunde sich entspannen können. Prima, wie ihr das hingebkommt....

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  11. Keine Ahnung ob Aaron entspannt war oder es durch die Erziehung erhalten hat. Vielleicht auch beides. Aber auch ich brauche meine Ruhepausen und so hat Aaron es wohl als Welpe direkt mit bekommen. Danke für den schönen Beitrag zum Thema. Ich finde es sehr wichtig, dass die Hunde auch lernen was Ruhe und Entspannung ist.
    liebe Grüße
    Sandra und Aaron

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  12. Ich chill doch fast immer .... fast ;)

    Schlabbergrüße Bonjo

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  13. Als Emma zu uns kam war Ruhe und Entspannung das Erste was sie lernen musste. Eine Mischung aus Beagle und Terrier, wer so etwas zulässt müsste bestraft werden :-) Lotte war eigentlich schon immer ein sehr ruhiger Hund. Ich glaube das Emma sehr viel von Lotte gelernt hat.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  14. Fein hast du geschrieben, das mit dem "zuerst in die Augen blicken" hat mein Frauchen auch drauf, echt, ich könnte darauf verzichten und das Leckerli auch so schnappen. Bei den Ruhepausen kann ich dir nicht genau sagen wie das gekommen ist, doch das ist einfach so, auch bei unseren Wanderungen - wenn die Menschen sich setzten kann ich auch alle Viere von mir strecken.
    Gruss Ayka

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  15. Schöner Artikel! Bei uns war das eine Zeitlang auch so, dass ich Moe zu Pausen zwingen musste - mittlerweile hat sich das gegeben (das Alter, hihi…). Aber du hast Recht: Es ist wichtig, dass man darauf achtet!

    Liebe Grüße
    Nicole

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  16. Ihr macht das wirklich ganz toll!!! Ganz viel Lob für euch von uns allen :-)))
    LG, Caspers Frauchen

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