Über 40, drei Kinder, ein Haus und einen Hund



Nicole von Moe & Me hat vor kurzen die 30 überschritten und ließ uns in ihrem letzten Artikel an ihren Gedanken teilhaben. Sofort kamen Erinnerungen an meinem dreißigsten  Geburtstag hoch. Da war ich mit meinem dritten Kind schwanger und freute mich unbändig auf die Zukunft. Ich habe mich damals ganz bewusst für Kinder, ein eigenes Haus und gegen den Beruf entschieden. Das ist lange her. Mittlerweile habe ich die 40 überschritten und bin um einige Erfahrungen reicher.

 

Würde ich mich heute noch einmal für Kinder, Haus und Hund entscheiden? 

 

Auf jeden Fall. Die letzten Jahre war ich mit Leib und Seele Mutter und habe die Zeit mit meiner Rassselbande in vollen Zügen genossen. Na gut, auf die schlaflosen Nächte hätte ich liebend gerne verzichtet. Aber mit literweise Kaffee ließ sich diese Zeit einigermaßen aushalten. Dennoch kamen mir kurz vor meinem 35. Geburtstag die ersten Zweifel. Hatte ich in meinem Leben alles richtig gemacht? War das schon alles? Was möchte ich beruflich machen? Oder bin ich zu alt für einen Neuanfang?




Fragen über Fragen. Mit 38 startete ich daher beruflich noch einmal so richtig durch und landete prompt auf der Nase. Aber so was von. Ich tappte in die Mobbingfalle und hatte lange daran zu knabbern. Dann kam Charly in unsere Familie und ich bekam endlich wieder eine Aufgabe. Schnell stellte ich fest, dass Welpenerziehung sich kaum von Kindererziehung unterscheidet. Beide haben in den ersten Jahren nur Blödsinn im Kopf und stellen das Haus regelmäßig auf den Kopf.





Mittlerweile rase ich in Höchstgeschwindigkeit auf die 50 zu. Und ich habe so gar keine Lust darauf. Durch meinem Blog habe ich das Schreiben und Fotografieren für mich entdeckt und bin damit sehr zufrieden. Verdiene ich damit meinen Lebensunterhalt? Nein. Keine Ahnung, ob man vom Bloggen leben kann. Ich jedenfalls nicht.

Nicole und ihr Freund träumen von einem Leben im Wohnwagen. Das finde ich sehr mutig von ihnen. Es ist wichtig, sich im Leben Ziele zu setzen und sie auch umzusetzen. Ich drücke den Beiden die Daumen, dass ihr Traum bald in Erfüllung geht und sie zusammen mit Moe die Welt entdecken können.



Kleiner Nachtrag:

Bei Frau Alma findet ihr zu diesem Theam auch einen ganz tollen Artikel.
Und auch Christina von  Zucker & Zimt Design lässt uns an ihren Gedanken teilhaben.


 Wie siehts bei euch aus? Was würdet ihr im Leben ändern? Oder auch nicht.



Liebe Grüße
Sonja und Charly



Kommentare:

  1. Ich mit Ende 20, ohne Haus und ohne Kinder, dafür mit zwei absolut durchgeknallten Aussiemädchen kann sagen: Bei uns steht noch so einiges in Zukunft an.. Ich möchte Kinder - unbedingt - auch gerne zwei. Ein Haus? Ja gern - wir werden viel Platz brauchen.. Jobmäßig will ich auch noch weiter kommen.. Bis jetzt habe ich nur den Bachelor, mit mehr wäre ich für meinen Jetzigen Job auch überqualifiziert, aber so mit 40 will ich auch nochmal studieren und meinen Master machen.. Das Modell Wohnwagen finde sich großartig - nur kann ich es mir nicht so für mit 2 - demnächst vielleicht 4 Hunden und Kindern so gut vorstellen..
    Aber bis jetzt würde ich nichts anders machen *zwinker*
    Liebe Grüße
    Lizzy mit Emmely und Hazel

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  2. Nein, ich würde nichts ändern, auch wenn ich mri meistens den schweren Weg ausgesucht habe. Aber duch jede einzelne Entscheidung, sei diese nun gut oder schlecht gewesen, bin ich der Mensch, der ich heute bin und das ist gut so.
    Ich bin letztes Jahr 30 geworden und habe bis jetzt weder Haus noch Kinder, aber das kann ja noch kommen. und wenn nicht, dann hat das Leben eine andere Aufgabe für mich.
    Liebe Grüße
    Jasmin mit Nora, Rico und Sam

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  3. Liebe Sonja,

    ich freue mich, dass du mal aus deiner Sicht berichtest. Und ich finde deinen Lebensentwurf auch toll: Weil du dich bewusst entschieden hast. Kinder zu haben, ein Haus, das hast du nicht gemacht, weil jemand dir gesagt hast, das du es tun musst, sondern weil du es wirklich wolltest. Und dann finde ich so ein Leben wunderbar. Gerade wenn du über deine Kinder schreibst, merkt man die Liebe und ich freue mich, dass du so eine tolle Familie hast und gerne Mutti bist.

    Die Angst vor der 50 vergeht bestimmt genauso schnell wie die Angst vor der 30 - ich bin mir sicher. Alles Gute für dich, liebe Grüße,
    Nicole

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  4. Und ob du alles richtig gemacht hast - in dieser schnellen Welt, in der die Mamas heute schon wenige Monate nach der Geburt arbeiten gehen. Auch das sei jeder jungen Mami gegönnt, dein Weg wäre dennoch auch mein Herzenswunsch. Wahrscheinlich bleibt aber egal bei welcher Frage immer ein Fragezeichen?

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  5. Ich finde es herrlich, wie offen, Du Dein Leben reflektierst und uns daran teilhaben lässt.

    Ich versuche zu vermeiden zurückzublicken und mich zu fragen, ob es besser gewesen wäre Mutter zu sein und nicht zu arbeiten, kein Haus zu haben oder ein anderes Leben zu führen.

    Ich weiß es doch nicht, was dann wäre. Ich habe mich zu einem Zeitpunkt entschieden und möchte heute zu dieser Entscheidung stehen, die Konsequenzen mit allen vermeintlichen Vor- und Nachteilen tragen und zufrieden sein. Und das bin ich….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  6. Hallo sonja, ich habe Haus, Kind und Hund und bin glücklich damit. Keine änderungswünsche. Hihi Lg Claudia

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  7. sehr gut---- dein Hund ist ein wirklich süßer!
    LG susa

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  8. Liebe Sonja,
    ich bewundere dich wie offen du über dein Leben schreibst und kann deine Lebensentscheidungen sehr gut verstehen. Alles richtig gemacht.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  9. Wuff Sonja,
    das wichtigste ist doch, dass man/frauch/hund ja sagen kann zu dem was war und sich freut auf das was kommt. Meint wenigstens mein Frauchen. Bei der sind nämlich schon eine ganze menge Jahre vorbeigezogen - 40 - das war wohl so in etwa vor einem Vierteljahrhundert.
    Morgennasenstups von Ayka

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  10. Ich denke, jeder hat sein Recht auf sein eigenes Lebensmodell. Ob das nun mit Haus und 3 Kindern ist oder im Wohnwagen ohne Kinder (Oder im Wohnwagen mit Kindern?). Hauptsache man ist mit seiner eigenen Entscheidung glücklich. Das Problem entsteht ja oft dadurch, dass andere versucht einem klar zu machen, dass ein bestimmtes Lebensmodell irgendwie nicht in Ordnung sei. "Wie du bist über 30 und hast noch keine Kinder?", zum Beispiel.
    Für mich wäre ein Leben im Wohnwagen auch absolut nichts. Ich bin gerne sesshaft, habe gerne mein "festes Zuhause" und fühle mich dort auch am wohlsten. Ein Haus hätte ich sehr gerne, sehe ich aber leider nicht in unserer Zukunft. Kinder, wer weiss. Manchmal denke ich ja, manchmal nein, all zu viel Zeit um mich da festzulegen, habe ich mit Mitte 30 wohl auch nicht mehr, aber ich denke, ich wäre auch nicht todtraurig, wenn ich keine hätte.

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  11. Hallo Sonja :)

    Es ist wunderbar, dass du zurückblicken kannst und alles genau so noch einmal machen würdest, wenn du könntest. Genau so soll es doch sein. :)

    Bei uns soll sich in Zukunft einiges ändern, auch wenn es noch einige Jährchen dauern wird.
    Nach meinem Studium möchte ich nach Norwegen auswandern, Kinder sind nicht geplant, dafür aber Hunde. ;) Aber leider dauert das mindestens noch 4 Jahre.

    Liebe Grüße
    Alina

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  12. Liebe Sonja,

    ich bin auch der Meinung, jeder muss seinen Weg finden und Ihn dann auch gehen - nur manche schaffen es nicht. Daher freue ich mich, dass Du es geschafft hast und Dein Leben lebst.
    Auch ich bin froh, dass ich sagen kann: ich lebe mein Leben, wie ich es gerne wollte und ärgere mich nicht über früher getroffene Entscheidungen. Die 50 kommt auch auf mich zu, aber irgendwie ist es mir egal - es ist einfach eine Zahl die nichts über mich, mein Leben oder meine Träume aussagt.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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