Kein Radau mehr am Gartenzaun - wie geht das?




Kennt ihr die Situation, wo du hochmotiviert alles gibst, aber der Hund einfach nicht das macht, was du willst? Dann wird euch diese Geschichte vielleicht interessieren. Seit Tagen lacht die Sonne vom Himmel und wir verbringen die Nachmittage wieder bevorzugt im Garten. Charly hilft mir bei der Gartenarbeit. 


Seine Hilfe besteht darin, es sich im Gras neben mir gemütlich zu machen und wenn ich für einen Moment nicht hinsehe, das eben gesetzte Salatpflänzchen auszubuddeln. Bestimmt hat er sich dabei hinter dem Pfefferminzstrauch ins Pfötchen gelacht. Ich stehe jedesmal am Rande des Gemüsebeetes und überlege, ob ich ihn erwürgen oder doch besser die Pflanze retten soll.


Waaas, ich soll das Pflänzchen wieder ausgebuddelt haben? Ich doch nicht ...





Jaaa, so sieht unser Leben bei Schönwetter aus. Ruhig und gemütlich. Das war aber nicht immer so. Am Anfang, als Charly bei uns einzog, rannte er jedesmal kläffend am Gartenzaun entlang, wenn einer der Nachbarn daran entlangging. Bhoa. Das zerrte an den Nerven. Wir versuchten ihn mit Leckerlies abzulenken. Klappte leider nur kurzfristig. 


Eigentlich bin ich ein Mensch der in solchen Situationen ruhig und besonnen bleibt. Eigentlich. Das Gekläffe brachte mich aber an den Rande des Wahnsinns. Ich war kurz davor auszurasten. Kann er nicht endlich still sein? Warum hört er nicht auf meine Rufe? Warum legt er sich nicht ruhig neben mich? In meinem Kopf jagten sich die Gedanken. Sie kreisten im Garten nur darum, wie ich ihn vom Bellen abhalten konnte.


Ich veranstalte Suchspiele mit ihm, übte Tricks mit ihm. Nichts half. Ich versuchte ihn mit langen Spaziegängen müde zu machen, bevor wir es uns im Garten gemütlich machten. Hätte ich mir sparen können. Ich ärgerte mich über mich selbst.



 

 

Was brachte die Wende?

 

Ich fing an, jedesmal wenn Charly am Zaun randalierte, wortlos mit ihm ins Haus zu gehen. Ehrlich, ich hatte es sooo satt. Zack, die Retrieverleine über den Kopf gestülpt und ab ins Haus. Ganz ohne Worte. Und das gefühlte hundert Mal am Tag. Hmpf.

Keine Woche später, war der Spuk vorbei. Seitdem reicht ein knappes *Schluß* [Das ist unser Abbruchsignal] und Ruhe ist. Herrlich.





 





Die tolle Illustration ist von Mara vom Blog Aram und Abra - Illustrationen. Danke noch einmal für deine Mühe.









Für uns ist das die perfekte Lösung. Natürlich gilt das nicht für jeden Hund. Denn jeder tickt ein wenig anders ...


Pöbeln eure Hunde auch am Gartenzaun? Wie habt ihr das Problem gelöst?


Liebe Grüße
Sonja & Charly



Kommentare:

  1. Ja, Socke zeigt auch an, wenn jemand am Gartenzaun entlang läuft. Wir sind immer hin und her gerissen, ob wir das wollen oder nicht. Hunde in Gärten sind bei uns üblich, so dass Socke nicht die Einzige ist, die bellt. Wir sind recht selten im Garten und finden es gut, dass alle wissen, dass hinter der Hecke ein Hund ist. Ein wenig Abschreckung darf also ruhig sein- Am Sonntag oder in der Mittagszeit gehen wir rein, wenn es zu doll wird. Wir wollen die Nachbarn nicht stören.

    Aber ich frage mich auch immer, ob Hundegebell wirklich so stört. Überall tobende Kinder, in den Gärten sitzende Menschen, die sich unterhalten, Radfahrer, die klingeln, Autos, die bei geöffnetem Fenster laute Musik hören, Rasenmäher, Hochdruckreiniger. Stört dabei wirklich ein bellender Hund? gut, wenn man esselber nicht ertragen kann, aber ich kann es gut haben.... Viele kennen Socke und grüßen sie mit Namen. Hallo Socke, heißt es dann. Wir sind es doch nur..



    Viele nachdenkliche und liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    1. Aus der Sicht eines Nachbarn würde ich dazu gerne antworten, ja, es kann nerven und zwar extrem. Ich selbst bin ein absoluter Hundefreund, auch wenn ich aus Zeitmangel keinen halte, dementsprechend tolerant bin ich auch. Aber, wenn es so wie bei unseren Nachbarn ist, dann stört es mich schon zeitweise. Die besitzen einen Hund, der fast den ganzen Tag draußen ist und jedes mal anschlägt, wenn er etwas hört. Sei es von der Straße, oder aus unserem Garten. Man kann nicht auf der Terrasse sitzen ohne das man beim leisesten Tassen klappern oder Gesprächen sofort den Alarm nebenan auslöst. Den Nachbarn selbst ist es ihrer Aussage nach auch unangenehm, allerdings wird da nichts unternommen, sie haben resigniert.
      Ich behaupte nicht, dass andere Geräusche nicht genau so störend sein können, ich denke, hier spielt die Häufigkeit eine große Rolle und die Frage, inwiefern man in seinem Alltag dadurch beeinträchtigt wird.

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    2. Aus der Sicht eines Nachbarn würde ich dazu gerne antworten, ja, es kann nerven und zwar extrem. Ich selbst bin ein absoluter Hundefreund, auch wenn ich aus Zeitmangel keinen halte, dementsprechend tolerant bin ich auch. Aber, wenn es so wie bei unseren Nachbarn ist, dann stört es mich schon zeitweise. Die besitzen einen Hund, der fast den ganzen Tag draußen ist und jedes mal anschlägt, wenn er etwas hört. Sei es von der Straße, oder aus unserem Garten. Man kann nicht auf der Terrasse sitzen ohne das man beim leisesten Tassen klappern oder Gesprächen sofort den Alarm nebenan auslöst. Den Nachbarn selbst ist es ihrer Aussage nach auch unangenehm, allerdings wird da nichts unternommen, sie haben resigniert.
      Ich behaupte nicht, dass andere Geräusche nicht genau so störend sein können, ich denke, hier spielt die Häufigkeit eine große Rolle und die Frage, inwiefern man in seinem Alltag dadurch beeinträchtigt wird.

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    3. Also das würde mich auch stören..... Aber wir nehmen Rücksicht und das mehr als die meisten Nachbarn. Unser Hund ist nie den ganzen Tag im Garten und kein Dauerkläffer.

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    4. Liebe Sabine,

      bellende Hunde stören mich normalerweise nicht, wenn es sich in Grenzen hält. Charly hat das mit dem Grundstück bewachen aber ein wenig zu ernst genommen. Und das wollte ich so nicht hinnehmen ...

      Liebe Grüße
      Sonja

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    5. Liebe Thiassi,

      dem kann ich nur zustimmen. Hunde dürfen auch bellen, aber in einem normalen Maß. Wir haben in unserer Siedlung leider auch einen Dauerbeller. Wahrscheinlich reagiere ich deswegen bei Charly so empfindlich. Und die Nachbarn nehmen es gelassen, wenn die Hündin drei Stunden durchbellt. Bhoa ...

      Liebe Grüße
      Sonja

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  2. Ich weiss nicht, ob ich schreiben soll "zum Glück" oder "Leider" haben wir dieses Problem nicht. Wir haben ja keinen Garten und somit auch keinen Gartenzaun.
    Allerdings bellt Genki manchmal, wenn wir ein Fenster oder die Balkontür offen haben und unten ein Hund vorbeiläuft (allerdings nur wenn der Hund eine klimpernde Metallmarke hat. Einer der vielen Gründe, warum ich die Dinger so sehr hasse). Das habe ich ihm leider bisher nicht abgewöhnt bekommen.

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    1. Genki ist eben erfinderisch. Zum Randalemachen reicht auch ein Balkon.*lach*

      Liebe Grüße
      Sonja

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  3. Oh das Problem kenne ich sehr gut! Ich werde Deinen Tipp mal ausprobieren. Lilly ins Haus zu holen sobald sie bällt machen wir schon, aber mit Rufen. Vielleicht versteht sie ja die Wortlose kommunikation besser :)

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    1. Bin gespannt, wie es euch damit geht ...

      Liebe Grüße
      Sonja

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  4. Man muss scheinbar oft nur hartnäckig sein. Freut mich das es sich nun erledigt hat. Ich hab das Problem auch nicht, aber ich denk ich hätte es wenn ich einen Garten am Haus hätte. Zumindest mit Blaze. Der raubt mir draussen den letzten nerv zur Zeit.
    lg Becki

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  5. I am told I am the quietest dog the peeps have ever had, strangely it takes a lot to make me bark and it happens very rarely, not even at the postman going past…yes I am a strange dog!
    Loves and licky kisses
    Princess Leah xxx

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  6. Ich und pöbeln - nöööööö,
    pst, niemanden weitersagen, aber Katzen muss ich einfach vertreiben.
    Es gratuliert herzliche Ayka zum Erfolg

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  7. Ich freue mich, dass Du eine so praktikable Lösung für dich und Charly gefunden hast ... und ich denke, für manch anderen Hund wäre sie auch übertragbar. Bei uns ist es so, dass nicht jeder am Gartenzaun "verbellt" wird. Nachbarn, Kühe, Pferde, Fasane, Hühner und sonstiges Getier rund um unser Haus sind kein Thema - die Nachbarn auch nicht :)
    Nur ganz Fremde Menschen, die sich auf unser Grundstück begeben, sie werden angebellt. Allerdings auch nur so lange, bis jemand von uns reagiert. Wobei ich auch gestehen muss, direkt am Zaun geht fast nie jemand vorbei.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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  8. Das erinnert mich so an mein Training mit Chiru als wir in unser Haus eingezogen sind und zum ersten Mal stolze Gartenbesitzer waren. Für mich gab es da auch kein Sorry- beim Kläffen am Gartenzaun ging es ab ins Wohnzimmer und Terrassentür zu. Später hat sich das ganze dann ein wenig verselbständigt. Daher, wenn es Chiru sehr wichtig war, dass er bellen wollte -dann machte er es kurz und ging dann mit stolzen Schritt rein in sein Körbchen.
    Ich habe es mir natürlich nicht anmerken lassen - aber innerlich musste ich immer sehr grinsen. Ich denke aber auch deine Konsequentes bringt es bei Charly und ihr werdet bestimmt jetzt Ruhe haben. Mal schauen wie sich Gubacca im Garten entwickelt.

    LIebe Grüße
    Sabine

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  9. Toll das ihr so eine gute Lösung gefunden habt. Wir haben zwar ein Gärtchen, aber da geht niemand am Gartenzaun entlang. Allerdings bellt Emma öfters an unserem bodentiefem Fenster. Dann hole ich sie auch jedesmal davon weg.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  10. Das freut mich, dass ihr es so gut lösen konntet. Dann lieber Salatpflänzchen ausbuddeln:-)
    glg Susanne

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  11. Hallo Sonja&Charly,
    mit Lady habe ich wiederum das Problem das sie am liebsten durch den Zaun kriechen würde, nur damit die Leute sie streicheln. Randalieren tut sie nicht - ein Einbrecher hätte mit ihr eine Freude...pffff... Ich wäre wiederum froh wenn sie etwas mehr darauf reagieren würde - mehr aufpassen würde...naja ....

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